Konzert in der Kirche

Blick ins Miniorchester
Blick in die Jugendkapelle
Jugendkapelle und Stammkapelle bei "How Deep is your Love" f├╝r Melissa Wagner

Im Rahmen des Oberboihinger Weihnachtsmarktes fand am Samstagabend vor dem ersten Advent traditionell das Konzert in der Kirche des Oberboihinger Musikvereines statt. Die beiden Jugendorchester unter der Leitung von Melissa Wagner und das Stammorchester unter der Leitung von Dieter Se├čler hatten sich in den letzten Wochen intensiv auf dieses Konzert vorbereitet. Es war auch ein ganz besonderes Konzert f├╝r unsere Jugenddirigentin Melissa Wagner, denn sie verabschiedete sich an diesem Abend nach fast 15-j├Ąhriger sehr erfolgreicher Dirigentent├Ątigkeit von ihrer Jugendkapelle.

Er├Âffnet wurde der erste Teil des Konzertes in der vollbesetzten evangelischen Bartholom├Ąuskirche durch das Miniorchester, mit "Kleiner Tanz" von Wolfgang Amadeus Mozart. Daraufhin folgten drei St├╝cke von Jacob de Haan; "March along", "Quick Time" und "Close Finish", welche von den jungen Musikern, die erst sehr kurze Zeit gemeinsam musizieren, sehr gekonnt vorgetragen wurden. Nach einer mit viel Beifall eingeforderten Zugabe machten die J├╝ngsten des Vereins Platz f├╝r die Jugendkapelle und der zweite Teil des Konzertes begann nach einer kurzen Umbaupause mit der Ouvert├╝re "Equinox" von Ed Huckeby. Weiter im Programm ging es mit Enrique Iglesias Hit "Hero", welches die Solistin Adina Wagner auf ihrem Saxophon hervorragend vortrug. Es folgte das von Siegfried Rundel bearbeitete St├╝ck "Highland Cathedral", bevor der zweite Teil des Konzertes mit dem bekannten Titel "The Lord of the Dance" endete. Die Zuh├Ârer konnten sich so gut von dem Erfolg des Probenwochenendes ├╝berzeugen, das zwei Wochen vor dem Konzert durchgef├╝hrt wurde.

Als die Kl├Ąnge der begeistert eingeforderten Zugabe der Jugendkapelle verklungen waren, begann mit der Stammkapelle der dritte Teil des Konzertes.

Dieser Teil wurde mit einer festlichen "Intrada", dem 1. Satz aus Alfred ReedÔÇÖs "Little Concert Suite", er├Âffnet. Im Anschluss daran wurden die Konzertbesucher in die Welt des Zirkus entf├╝hrt. Tobias Dettinger verzauberte das Publikum am Xylophon mit den Kl├Ąngen von "Erinnerung an Zirkus Renz" - einem St├╝ck, das von seiner Schnelligkeit und seiner Virtuosit├Ąt lebt und von dem Solisten gekonnt und eindrucksvoll vorgetragen wurde.

Kaum aus diesem Zirkustraum erwacht, ging es f├╝r die Zuh├Ârer mit einer musikalischen Zeitreise zur├╝ck ins Jahr 6000 vor Christus. In dieser Zeit explodierte der Mount Mazama in Oregon (USA) durch eine der gr├Â├čten vulkanischen Eruptionen, die die Erde je gesehen hat. Ein Gro├čteil des Stamms der Klamath-Indianer wurde durch diese Eruption vernichtet. Nach einer Legende wurde diese Katastrophe durch einen monumentalen Krieg zwischen Llao, dem Gott der Unterwelt und seinem Rivalen Skell, dem Gott des Himmels verursacht. "Mazama" -  ein Musikst├╝ck, gepr├Ągt von den Rhythmen und Instrumenten aus der Riege unserer Schlagzeuger, von dem Gesang der Kapelle, aber auch von den Kl├Ąngen der Okarina -  einem Blasinstrument aus der Zeit der Majas und Inkas -  das an diesem Abend von Monika Scheffel gespielt wurde.

Mit Spirituals dr├╝ckten im 17. Jahrhundert die Sklaven in Amerika ihre Hoffnung auf Freiheit und ihren Glauben an Gott aus und lie├čen ihren Gef├╝hlen damit freien Lauf. Gef├╝hlvoll pr├Ąsentierte die Stammkapelle die Spirituals "Go down, Moses", "Deep River" und "Kumba Yah, my Lord" in einem rockigen Blasorchester Arrangement, den "Spiritual Moments".

Mit einer nachdenklichen Weihnachtsgeschichte aus Afrika wurden die Konzertbesucher auf das letzte Musikst├╝ck eingestimmt und so endete das offizielle Programm mit den Kl├Ąngen der "African Symphony".

Es gab jedoch noch etwas besonderes, da es das Abschiedskonzert der Jugenddirigentin Melissa Wagner war. Es wurde eng im Orchester, denn die Jungmusiker nahmen zus├Ątzlich in der Stammkapelle Platz. Gemeinsam brachten sie mit "How deep is your Love" den gro├čen Dank an Melissa Wagner f├╝r ihre T├Ątigkeit in der Jugendarbeit zum Ausdruck, welcher auch noch mit gro├čem Beifall unter Standing Ovations seitens der Musiker best├Ąrkt wurde.

Bevor die Konzertbesucher zum endg├╝ltigen Abschluss des Konzerts mit "Macht hoch die T├╝r" den Advent einl├Ąuteten, gab es einige Worte des Dankes. Ein herzliches Dankesch├Ân ging an alle, die zum guten Gelingen des Konzertes beigetragen hatten und an die Konzertbesucher. Besonderer Dank ging an die beiden Dirigenten f├╝r die gute Probenarbeit, sowie an die Kirchengemeinde f├╝r das ├ťberlassen der Kirche.