Ein Feuerwerk - Konzert in der ev. Kirche

Jugendorchester in der ev. Kirche
Stammorchester

Das erste Adventswochenende – traditionell findet an diesem Wochenende der Oberboihinger Weihnachtsmarkt und somit auch das Konzert in der Kirche des Oberboihinger Musikvereins statt. So auch in diesem Jahr…

Der Vorsitzende Michael Trippner konnte in der voll besetzten Kirche die zahlreichen Konzertbesucher begrüßen, bevor die Jugendkapelle unter der Leitung von Dieter Seßler, mit „Like a Prayer“ das Konzert musikalisch eröffnete. Daraufhin folgten die sehr anspruchsvolle „First Suite in Es“ und „Mission Impossible Theme“. Nach diesen Stücken konnten die Konzertbesucher sehr schnell feststellen, welchen Erfolg das Probenwochenende der Jugendkapelle in Hohenstaufen hatte und wie viel Spaß den jungen Musikerinnen und Musiker das gemeinsame Musizieren macht. Einige von ihnen spielten das erste Mal in einem Konzert in der Jugendkapelle mit. Eine mit viel Applaus eingeforderte Zugabe war gefragt und mit einem Weihnachtslieder-Medley wurden die Zuhörer in Weihnachtsstimmung versetzt.

Nach einer kurzen Umbaupause ging es mit der Stammkapelle, ebenfalls unter der Leitung von Dieter SeĂźler, weiter im Konzertprogramm. Die Stammkapelle eröffnete ihren Teil des Konzertes eher unĂĽblich mit einem Feuerwerk – mit Georg-Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“ in 5 Sätzen. Mit diesem StĂĽck erinnerten sich viele Zuhörer auch gerne nochmals an Händels „Oberboihinger Halleluja“  im Sommer beim Dorffest, an dem alle Oberboihinger musiktreibenden Vereine teilnahmen. Im Anschluss daran wurden die Konzertbesucher Zeugen davon, dass die Tuba nicht nur ein Leben „am Rande“ des Blasorchesters fĂĽhrt. Normalerweise ist die Tuba zwar enorm wichtig fĂĽr Rhythmus und Takt, aber spielt dann doch oft im Hintergrund. Dies nahm Kurt Gäble 1998 zum Anlass und wollte mit dem „Tuba Concerto Espanol“ diesem Zustand ein Ende bereiten. Diesen Titel hatte Gäble sehr bewusst gewählt, denn der Titel unterstreicht den temperamentvollen Charakter des StĂĽckes und gerade den spanischen Einfluss spĂĽrt man vom ersten bis zu dritten Satz, in dem die Tuba dann zur vollen Entfaltung gelangt. Der Solist Thorsten Stindl setzte dieses Temperament und ein gutes GespĂĽr fĂĽr seine Tuba hervorragend um.

Danach erhellten die Bartholomäuskirche völlig andere Töne – es ging weiter mit hebräisch-jüdischer Musik. Mit „Rikudim“, einem Stück in vier Sätzen, präsentierte die Stammkapelle von Jan van der Roost neu komponierte Tänze, angelehnt an die volksmusikalische Tradition jüdischer Tänze. Sehr auffallend daran waren die unregelmäßigen Taktarten. „You Raise Me Up“ – eigentlich 2001 für das Duo „Secret Garden“ geschrieben und seither mehr als 500 Mal neu aufgenommen, war das letzte Stück im Programm der Stammkapelle. Manchmal wurde dieses Stück als Pop-Song und manches Mal als Gospel gesungen, ursprünglich war es aber als Instrumentalversion gedacht und wurde auch als solche uraufgeführt. Und so hielt es auch die Stammkapelle an diesem Abend, das Stück mit seinen Anklängen an irische Volksmusik wurde von der Solistin Adina Wagner am Saxophon neu eingespielt und verzauberte die Zuhörer.

So ein facettenreiches Konzertprogramm bringt viel Beifall mit sich und so wurde auch von den Musikerinnen und Musikern der Stammkapelle eine Zugabe eingefordert. Als Überraschung für die Konzertbesucher gab es dann sogar zwei Zugaben – „Eine kleine Weihnachtsmusik“, ein Weihnachstliederpotpourri, in dem kirchliche Weihnachtslieder verarbeitet sind und „Macht hoch die Tür“ wozu die Zuhörer kräftig mitsangen.