Konzert in der ev. Bartholomäuskirche

„Holler boller Rumpelsack, Nikolaus trägt ihn Huckepack. Weihnachtsnüsse gelb und braun, runzlig punzlig anzuschaun. Knackt die Schale, springt der Kern, Weihnachtsnüsse ess ich gern.“ – Mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende Michael Trippner die zahlreichen Konzertbesucher in der vollbesetzten Bartholomäuskirche am Samstag vor dem ersten Advent zum Konzert in der Kirche des Musikverein Oberboihingen.

Im Anschluss daran eröffnete die Jugendkapelle, unter der Leitung von Dieter Seßler, mit „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar den ersten Teil des Programms. Weiter ging es mit den Klängen von Michael Sweeney´s Arrangement von „The Phantom of the Opera“. Mit diesen Stücken und ebenso wie mit „Mamma Mia“ arrangiert von Robert Longfield, zeigten die Jungmusikerinnen und -musiker ihren Spaß am gemeinsamen Musizieren und den großen Erfolg eines Probenwochenendes im November. Danach wurde es auch für die Musikerinnen und Musiker spannend, denn das folgende Stück, „We are the World“ von Michael Jackson und Lionel Richie, wurde von unserem Trompeter Benedikt Strambach dirigiert, der dieses Stück auch mit den Jugendlichen perfekt einstudiert hat. Die Konzertbesucher forderten daraufhin mit viel Beifall eine Zugabe von den Jugendlichen, welche mit weihnachtlichen Klängen auch folgte.

Nach einer kurzen Umbaupause eröffnete die Stammkapelle, ebenfalls unter der Leitung von Dieter Seßler, mit „Concert Prelude“ den zweiten Teil des Konzertes. Dieses Präludium – was nichts anderes bedeutet als ein einleitendes Musikstück - ist das Erstlingswerk des Londoner Komponisten Philipp Sparke. Philipp Sparke, mehrfacher Preisträger für seine Blasmusikliteratur, hat Musikstücke geschrieben bis in den höchsten Schwierigkeitsgrad für Orchester mit bis zu 70 Musikern. Wir haben sein nicht ganz so anspruchsvolles Erstlingswerk ausgesucht, weil es noch gut zu unserer Orchestergröße und zu unserer Besetzung passt.

Weiter im Programm ging es mit „The Three Brass Cats“. In diesem Musikstück beschreibt Komponist Chris Hazell sein Zusammenleben mit seinen Katzen. Alles herrenlose Katzen, die er mit freier Kost und Logis in sein Haus lockte. Die Zuhörer konnten in den drei Sätzen des Stückes ihrer Fantasie freien Lauf lassen, ob sie einen faulen Kater an einem Winterabend im Sofa vor dem Kaminfeuer hörten oder eine freche quirlige Katze auf der Jagd nach einer Maus, ...

Im Anschluss daran folgten zwei sicherlich bekannte Weihnachtslieder, durch einzelne Ensembles der Stammkapelle gespielt.

Danach stellte Volker Masen, der durch das Programm der Stammkapelle an diesem Abend führte, die Frage „Wer kennt es nicht – Leonhard Cohens „Halleluja“?“ Klar, dieses Musikstück war allen Zuhörern bekannt, egal ob groß oder klein. Und so konnte das Publikum zu den sehr einfühlsamen Klängen unterschiedlichen Gedanken nachgehen. Die ältere Generation gedachte wohl eher dem vor kurzem verstorbenen Leonhard Cohen und an den Originaltext des Stückes, der an König Davids Leben im Alten Testament erinnert. Die jüngere Generation dachte wohl eher an den Film „Shrek – der tollkühne Held“, der die schöne Fiona von einem feuerspeienden Drachen befreien soll. Alle gemeinsam genossen sicherlich die Musik, die von einer britischen Zeitschrift als bestes Lied aller Zeiten genannt wird.

Daraufhin folgte ein Stilwechsel, Barry Manilow`s „Copacabana“ stand auf dem Programm. Hier konnten vor allem die Schlagzeuger ihr Können und ihr Rhythmusgefühl unter Beweis stellen und einige Zuhörer träumten bei diesen schwungvollen Sambarhythmen sicherlich von einer sonnigen Advents- und Weihnachtszeit am Strand von Rio bei den doch eher schmuddeligen Novembertagen hierzulande.

Die ebenfalls mit viel Applaus eingefordert Zugabe, wurde mit „Tochter Zion“ (von einem Blechbläserensemble vorgetragen) wieder sehr weihnachtlich. Im Anschluss daran sang das Publikum zu den Klängen der Stammkapelle das Adventslied „Macht hoch die Tür“ und Volker Masen verabschiedete sich von allen und wünschte einen schönen Heimweg, sowie eine schöne Advents- und Weihnachtszeit.

Davor bedankte er sich bei der evangelischen Kirchengemeinde fĂĽr das Ăśberlassen der Kirche, dem Publikum fĂĽr ihr Kommen, dem Dirigenten Dieter SeĂźler fĂĽr die hervorragende Probenarbeit, Benedikt Strambach und allen, die zum Gelingen des Konzertes beigetragen haben.