Zauberwald - ein Disneyabenteuer

 

Die Geschichte begann an einem sonnigen Frühlingsmorgen in einem großen Dorf, umgeben von einem noch viel größeren Zauberwald. Ein großes Treiben auf dem Marktplatz war bereits zu Gange. Viele Marktschreier feilschen ihre Ware an. Aladdin versucht seine Wunderlampen zu verhökern, Aschenputtel verkauft Hausartikel „Blitz und Blank“, die beiden Reiseanbieter „Dumbo-Jet & Fly“ und „Fliegende Teppiche“ bieten Flugreisen zu Schleuderpreisen an. Kinder rennen quer über den Marktplatz, rumpeln Rumpelstilzchen und eilen auf Schneewittchen und ihre Stiefmutter zu. Schneewittchen Stiefmutter kümmert sich mit ihrem Zauberbuch um das Wohlergehen der ganzen Stadt. Doch eines Tages, das Zauberbuch ist weg. Das Chaos ist perfekt, und ein ganz gemeiner Dieb hat das Buch der Bücher gestohlen und treibt Unfug damit …

Soviel schon vorab zur Oberboihinger Disneystory … die so viele Besucher in die Oberboihinger Gemeindehalle gelockt hat, dass sie schon im Voraus komplett ausverkauft war. Und den Zuhörern wurde nicht zu viel versprochen, denn schon am Eingang und an liebevoll dekorierten Tischen in der Halle konnten sie in den Oberboihinger Zauberwald eintauchen. Der Vorsitzende Gert Schnepf freute sich über die vielen Besucher, darunter auch Bürgermeister Hooge. Das Jugendorchester unter der Leitung von Benedikt Strambach eröffnete das musikalische Programm und erinnerte mit „Jurassic Park“ des oskarprämierten Filmkomponisten John Williams und dem „Boogie Woogie Bugle Boy“ an die Ursprünge des Zauberwalds. Rhythmisch präzise, musikalisch begeisternd, aber trotzdem mit jugendlicher Unbekümmertheit verabschiedeten sich die jungen Musikerinnen und Musiker mit „Hakuna Matata“ aus „König der Löwen“. Sie erzählten, wie es in dem Lied in afrikanischer Sprache auch heißt, von einem Zauberwald, in dem es keine Sorgen und Schwierigkeiten gibt. Selbst die Flötenkinder des Musikvereins wagten sich als Tiere verkleidet aus dem Dickicht und zauberten mit Balu aus dem „Dschungelbuch“ an ihrer Seite und „Versuchs mal mit Gemütlichkeit“ einen Tanz auf das Parkett.

Nach dem Losverkauf und einer Umbaupause betrat das Stammorchester unter der Leitung von Jörg-Sebastian HoiĂź die BĂĽhne und setzten die musikalische Disneystory fort, die von David Masen gelesen wurde, und von Jörg-Sebastian HoiĂź und seinen Musikerinnen und Musikern musikalisch umgesetzt wurde. Mit einem Medley mit Melodien aus „Mary Poppins“ setzten die aktiven Musikerinnen und Musiker die unbekĂĽmmerte Stimmung im Zauberwald fort. Doch das sollte sich schnell ändern, das Zauberbuch war ja weg – mit Melodien aus dem gleichnamigen Film „Backdraft“  aus der Feder des deutschen und ebenfalls oskarprämierten Filmkomponisten Hans Zimmer war die hektische Suche nach dem Dieb deutlich spĂĽrbar. Die Stiefmutter blieb zurĂĽck und erinnerte sich daran, dass sie doch alles dafĂĽr getan hat, das Beste fĂĽr das Dorf zu tun und da durfte „Everything I do“ aus dem Film „Robin Hood - König der Diebe“ als Klarinettensolo nicht fehlen, von Matthias Scheffel einfĂĽhlsam interpretiert. Genauso machte sich die Stiefmutter weiter Gedanken um ihre Ziehtochter und mit „Let it Go“ aus der „Eiskönigin“ traf das Orchester ganz bestimmt den Geschmack der jĂĽngeren Zuhörer. Das Orchester passte sich dynamisch hervorragend der Solosängerin Lisa Keuerleber an, und sie bewies mit ihrem beherzten Gesang echte Musicalqualitäten. Doch die Suche nach dem Dieb musste endlich weitergehen, zum GlĂĽck kam da Aladdin mit seinem fliegenden Teppich und der Titelmusik „Aladdin’s Theme“ zu Hilfe.  Die Hetzjagd nach dem Dieb schien keine Ende zu nehmen und was passt da nicht besser dazu als die Filmmusik von „The Incredibles“, einer unglaublichen Familie von Gangsterjägern und ihrer Musik im Stil der Filmmusik aus den Spionagethrillern der sechziger Jahre.  Aladdins Teppich setzte zu einem finalen Sprint an und schnitt dem Unbekannten mit dem geklauten Zauberbuch den Weg ab.  Doch wer verbarg sich hinter dem dunklen Umhang? Es war „Belle“, die schöne Ziehtochter der Stiefmutter und sie fragte sich natĂĽrlich „Warum nur klaut sie das Zauberbuch?“. Die musikalische Antwort folgte prompt mit „I wanna be like you“ aus dem Dschungelbuch, in gutem Swingtempo gespielt von den Musikerinnen und Musikern der Stammkapelle und Laureen Masen solistisch an der Bassposaune. NatĂĽrlich verzieh die Stiefmutter ihrer „Belle“  diesen Fauxpas und nahm sie wieder in ihr Herz mit „You’ll be in my heart“ aus dem Musical „Tarzan“, gesungen von Lisa Keuerleber und am Klavier begleitet von Dirigent Jörg-Sebastian Hoiß…

Ende Gut alles Gut? Nun in dem Fall konnten wir von GlĂĽck reden. Was wäre passiert, wenn Belle nicht rechtzeitig gestoppt worden wäre? Nur eines noch: Manchmal erkennt man nicht gleich, wer Gut und wer Böse ist, oder welche Absichten dahinter stecken. Manchmal  muss man sich hinterfragen: Wer ist denn nun die Schöne und wer das Biest?

In diesem Sinne durfte zum großen Finale Melodien aus „Die Schöne und das Biest“ nicht fehlen.

Zum Ende Standing Ovations von Seiten der Zuhörer – sie erfreuten die Musikerinnen und Musiker mit ihren Dirigenten, die einen rundum gelungenen Abend mit beeindruckend vorgetragenen Disneymelodien und vielen solistischen Einlagen präsentierten.