Konzert in der Kirche

 

Am Samstag vor dem 1. Advent fand traditionell unser Konzert in der Kirche in der evangelischen Bartholomäuskirche statt. Im Rahmen des Weihnachtsmarktes fand sich ein großes Publikum in der Kirche ein, so dass diese fast voll besetzt war.
Die Jugendkapelle unter der Leitung von Benedikt Strambach eröffnete den ersten Teil des Konzertes mit der „Cimarron Ouverture“ von Mark Williams. Typisch für eine Ouvertüre hat sie einen eröffnenden Charakter und hat durch ihre Themenvielfalt mit einem Synkopen-Thema, einer fließenden reflektierenden Melodie im Mittelteil und einem fulminanten Schluss eine frische und abwechslungsreiche Wirkung.
Das nächste Stück war der zweite Satz der „First Suite in Es“. Es handelt sich um einen fröhlichen Marsch, der – wie die ganze Suite – auf den ersten drei Tönen des ersten Satzes beruht und daher musikalisch sehr klar strukturiert ist. Die Suite wurde von Gustav Holst komponiert und 1920 zum ersten Mal aufgeführt. Arrangiert wurde sie von Michael Sweeney.
Weiter im Programm ging es mit „Jesu meine Freude“ von Johann Sebastian Bach, dieses Stück wurde auf den Wunsch eines Saxophonisten aus dem Orchester gespielt. Die Melodie des Chorals stammt von Johann Crüger aus dem Jahr 1653. Johann Sebastian Bach komponierte daraus denn eine geistliche Motette, die in den Harmonien einer Trauermusik gehalten ist. Der Liedtext, der von Johann Franck verfasst wurde, handelt von der Abkehr von weltlichen Dingen und der Hinwendung zum christlichen Glauben, der über alle Traurigkeit triumphieren soll. Das besondere Highlight für das Jugendorchester war, dass sie erstmalig gemeinsam mit einer Orgel musizierten. Die Orgel wurde sehr gekonnt von Leonie Masen gespielt.
Nach diesen 3 Stücken konnte sich das Publikum einen Eindruck darüber verschaffen, wie viel Freude die Jungmusikerinnen und Jungmusiker am gemeinsamen Musizieren haben und welch guter Erfolg mit einem Probenwochenende erzielt werden kann. Die Jugendlichen, durften erst nach einer begeistert eingeforderten Zugabe „Man in The Mirror“ von Michael Jackson für die Stammkapelle Platz machen.

Nach einer Umbaupause folgte der zweite Teil des Konzertes, unter der Leitung von Sebastian Hoiß und moderiert von unserem Pfarrer Hannes Gaiser. Dieser Teil des Konzertes sollte musikalisch der Schöpfungsgeschichte der Bibel entsprechen, gefolgt von dem Weg des Menschen in diese Welt hinein, vorbei an der Versuchung und an schönen Schmetterlingen, der wunderschöne blaue Planet – bis hin zu Weihnachten, dem Wunder der Schöpfung. Dies wurde von den Musikerinnen und Musikern der Stammkapelle mit einzelnen Musikstücken umgesetzt, die Herr Gaiser gekonnt mit den passenden Worten einleitete.
Am Anfang war gar nichts, überall Dunkelheit und Stille, alles wüst und leer – wie zu Beginn der Schöpfung laut der Bibel. Erst als einer sagte „Es werde Licht“, entstanden Tag und Nacht und ein Himmel über der Erde. Aus dem Himmel sollte es regnen, durch das Wasser auf dem Land Leben entstehen. Dieses Wunder der Schöpfung wird in „Earthdance“ von Michael Sweeney recht eindrucksvoll von den Musikerinnen und Musiker der Stammkapelle musikalisch umgesetzt.
„Adventure!“ von Markus Götz steht musikalisch für die Abenteuer des Lebens, das Staunen, die Farben, den Himmel, die Sonne und den Mond, die Wärme auf der Haut, die Kraft in den Beinen. Außerdem um aufzubrechen, sich zu verändern und zu wachsen und um unterwegs zu sein. Diese Abenteuer wurden an den einzelnen Instrumenten gekonnt gemeistert.
Weiter ging es mit einem gefühlvoll auf dem Piano gespielten und gesungen Stück. Beides übernahm unser Dirigent Sebastian Hoiß zu Ehren eines erst kürzlich verstorbenen Künstlers, der ihm sehr nahestand und der dieses Stück auch selbst komponiert hatte. Dieses Lied verkörpert den Weg der Neugier, was geschieht, wenn man den gesicherten Bereich verlässt und der Versuchung folgt.
Das nächste Stück „In Joyous Flight“ von Patrick Roszell kündigte Herr Gaiser mit den folgenden Worten an „Noch einmal von vorn anfangen. Neu aufstehen. Aus diesem Körper, dieser Seele, diesem Leben in ein Neue? Wie eine Raupe aus dem Kokon. Wie ein Schmetterling, flatternd leicht in tausend Farben dem Licht entgegen.“ Ebenso leicht und beschwingt wie ein flatternder Schmetterling hörten sich die einzelnen Passagen des Stückes an.
Die Schöpfung des wunderschönen blauen Planeten beschreiben die Klänge von „What a wonderful World“ ganz eindrucksvoll. Den Abschluss des zweiten Konzertteils bildete die „Jingle Bells Fantasy“ arrangiert von John Wasson, eine variantenreiche Version des Stückes „Jingle Bells“.

Nachdem sich der Vorsitzende Michael Trippner bei den beiden Dirigenten für die Probenarbeit, den Musikerinnen und Musiker, unserem Pfarrer Herrn Gaiser für die Moderation, dem Publikum für sein Kommen und der Kirchengemeinde für das Überlassen der Kirche bedankt hatte, folgte auch noch eine mit Begeisterung eingeforderte Zugabe der Stammkapelle - „Winter Wonderland“. Im Anschluss daran wünschte Michael Trippner allen einen guten Heimweg und eine schöne und besinnliche Adventszeit.