AktuellBuntes Konzert zum Frühlings­anfang

Buntes Konzert zum Frühlings­anfang

Nachdem sich der Musikverein Oberboihingen zwei Jahre mit Proben, Platzkonzerten im Freien oder kurzen Aktionen zu Weihnachten über Wasser gehalten hat, freuten sich die Musikerinnen und Musiker kurz nach Frühlingsanfang auf ein buntes Konzert vor Besuchern in der Gemeindehalle in Oberboihingen. Der Vorsitzende Sven Grundler begrüßte die Gäste in der gut besuchten Gemeindehalle. Er betonte, dass die Musikerinnen und Musiker an diesem Abend den Spagat schaffen möchten, einerseits mit Musik einen Appell für den Frieden und die Demokratie in Europa zu senden, andererseits aber zu einem sorgenfreien und unterhaltsamen Abend in der Gemeindehalle einzuladen. Und so startete das Miniorchester und die Jugendkapelle, beide unter der Leitung von Benedikt Strambach mit viel Energie und Spielfreude in ihr Programm.

Das Miniorchester eröffnete den Abend mit „March Along“ und „Beetle Blues“. Im Anschluss übernahm die Jugendkapelle mit dem Popsong „One Moment in Time“ von Whitney Houston gefühlvoll das Programm. Wie vielfältig die Jugendlichen musizieren, wurde beim nächsten Stück deutlich, als sie gemeinsam einen Ausflug in die Operettenwelt machten, und mit dem Can-Can aus Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ sich sehr tänzerisch präsentierten. Ein Highlight für die drei jungen Saxophonisten Florian Beck, Julius Oestmann und Jannis Reinecke war sicherlich die „Saxology“, eine Solostück im Swing Tempo, das die drei mit Bravour und gutem Rhythmus darboten.

Das anschließende „Man in the Mirror“ mit der Jugendkapelle ist fast ein „Muss“ an einem solchen Abend. Der Song von Michael Jackson enthält die Botschaft, dass jeder die Welt zu einem besseren Ort machen und dabei mit sich selbst (eben dem Mann im Spiegel) beginnen solle. Mit zwei „Klassikern“ zum Abschluss konnten die Jugendlichen die Gäste sogar zum Mitmachen animieren. Mit „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ und „YMCA“ von den „Village People“ verabschiedeten sie sich zum einen gefühlvoll, zum anderen aber mit viel Schwung von den Gästen. Und so durften sie natürlich nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen und mit „Rock around the clock“ trafen sich nochmals den Geschmack der Zuhörer.    

Nach dem Imbiss, der dank des guten Wetters ins Freie gelegt werden konnte, nahm dann die Stammkapelle zu ihrem ersten Auftritt mit Dirigent Marco Mayer auf der Bühne Platz. Seit Mitte Oktober dirigiert er das Orchester und hat seither die Musikerinnen und Musiker mit einem bunten Musikrepertoire aus unterschiedlichsten Stilrichtungen hervorragend vorbereitet. Und so startete die Kapelle konzertant mit „Pacific Dreams“ in ihr Programm. Das Stück von „Jacob de Haan“ machte eine Meeresbrandung, heiße Strände und die Wellen vor einer exotischen Insel im Pazifik musikalisch erlebbar. Die beiden nächsten Stücke waren dann zum Wohlfühlen ausgesucht. Mit „I feel good“ aus der Feder von James Brown zauberte das Orchester afroamerikanische Musik mit Einflüssen aus Soul, Rhythm and Blues in die Halle. Und mit „My Dream“, einer berührenden Blasmusik-Ballade für Solo-Flügelhorn bewies Armin Hurler am Flügelhorn seine Klasse und zog die Gäste mit seinem weichen Flügelhorn-Klang in seinen Bann. Etwas „gruseliger“ waren die beiden nächsten Stücke. Der „Kriminal-Tango“ lockte dunkle Gestalten in rotem Licht in die Halle und mit „Highway to hell“ der Hardrock-Band AC/DC wurde es sehr rockig im Saal. Eine Stilrichtung jedoch darf weder auf der Waldbühne in Berlin, noch beim Neujahrskonzert in Wien oder beim Konzert in Oberboihingen fehlen – der Marsch. Und so suchten sich die Oberboihinger zum Abschluss ihres Programms den „Kaiserin Sissi Marsch“ aus, der zu Ehren der Kaiserin Elisabeth komponiert wurde. Dieser schwungvolle Marsch, der in kürzester Zeit die Blasmusik-Welt eroberte, ist wie gemacht für ein krönendes Finale eines Blasmusikkonzerts. Ein Dankeschön und ein Geschenk an die beiden Dirigenten Benedikt Strambach und Marco Mayer war den Musikerinnen und Musikern genauso wichtig wie die zwei Zugaben für die Zuhörer. Es war spürbar, dass alle Aktiven und die Zuhörer einen sorgenfreien und unterhaltsamen Konzertabend erleben durften.   

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Up